Gestern hat der Ehinger Gemeinderat mehrheitlich eine Unternehmensberatung beauftragt, die Fremdvergabe der städtischen Reinigungsarbeiten durchzuführen (Näheres zum Thema im Blog-Beitrag vom 11. Mai).
Davor gab es eine lange Diskussion mit guten Argumenten von beiden Seiten. Leider aber auch mit niveaulosen persönlichen Angriffen und Unterstellungen aus der CDU-Fraktion gegen die Grünen, die völlig deplaziert waren. Die christlichen Kollegen mögen sich in einer ruhigen Minute überlegen, was ein Adolph Kolping zu dem Thema zu sagen hätte. Etwa wenn Peter Bausenhart polemisiert, wir sollten uns nicht „als Schutzengel der Reinigungskräfte etablieren“.
Am Ende haben die Grünen und Junges Ehingen gegen die vorgeschlagene Konstruktion gestimmt, nach der sich das Honorar für die Unternehmensberatung allein nach der erzielten Einsparung bemisst. Zugestimmt haben die Fraktionen von CDU, der Freien Wähler und auch der SPD.
Ein gutes Ergebnis dürfte die Diskussion haben: Spätestens jetzt sind alle sensibilisiert für die Missstände in der Branche. Die Stadt darf deshalb mit der Auftragsvergabe nicht auch die Verantwortung für die Menschen abgeben, die für sie arbeiten werden, auch wenn sie bei einer Fremdfirma angestellt sind. Wir müssen dem Auftragnehmer von Anfang an klar machen, dass wir darauf schauen werden, wie er sein Personal bezahlt und behandelt. Dann wäre die Zeit, die wir alle für die Auseinandersetzung im Gemeinderat eingebracht haben, gut investiert.
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Lieber Christian,
ich bin stolz, dass ich Mitglied der Grünen und insbesondere der Ehinger Grünen bin,
und noch viel mehr, seit sich in der gestrigabendlichen Gemeinderatssitzung
Christian für eine andere Behandlung der Reinigungskräfte aussprach und seit die Ehinger Grünen Räte einheitlich gegen die Vorlage der Stadtverwaltung stimmten!
Dass CDU-GR Bausenhart, diese personifizierte Hoffnung der Ehinger CDU auf “die Jugend”, dich als “Schutzengel” der Putzfrauen bezeichnete,
darfst du dir als ZIVIL-Orden an die Brust heften.
Jedem halbwegs aufmerksamen Zeitgenossen müsste seit x Jahren in der BRD bekannt sein, dass bei allen Rationalisierungsmaßnahmen in unserem gelobten Kapitalistischen Staat bei den PUTZFRAUEN angefangen wird, nicht bei den Vorstandsmitgliedern….
Eigentlich alles TRIVIAL :- ((((
Schon hart, wenn man sich vorstellt, dass die Ehinger SPD-Räte sich allem nach nicht mit der Forderung der Ehinger Grünen solidarisierten, in meinen Augen ein Armutszeugnis für eine Partei, die mal von sich meinte, sie vertrete die Interessen der Schwächeren.
Ich bin stolz auf “unsere Riege” im Ehinger Gemeinderat und euch allen dankbar.
Weiter so!
Veit Feger
Es ist eine Frechheit, dass die öffentliche Hand Lohndumping unterstützt! Als ich die Zeitung aufschlug, war ich sprachlos. Das Argument des “Nichts Wissens” ist eine Schande! Ständig wird öffentlich diskutiert, dass in Deutschland (im Gegensatz zu vielen anderen EU Ländern) gerade in Branchen wie der Zeitarbeit oder der Reinigungsfirmen Dumpinglöhne bezahlt werden. Qualität hat ihren Preis! Welcher Facharbeiter will noch nach Deutschland? Bravo…macht weiter so! Ehrliche Arbeit zu ehrlichem Lohn. Angesichts von Plagiatsaffairen, muss die Politik allgemein aupassen ihre Glaubwürdigkeit nicht völlig zu verlieren. Es ist traurig, dass selbst die SPD in Ehingen keine Stimme zu dem Thema fand? Ich bin stinksauer…Danke liebe Grünen!